Geschichte der Doggen

 

SYSTEMATIK:

Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)..............................

Familie: Hunde (Canidae)

Gattung: Canis

Art: Wolf ( Canis lupus )

Unterart: Haushund

 

Ursprung - der Haushund

Der Haushund ( Canis lupus familiaris ) Wilde Stammform des Haushundes ist der Wolf . Wann die Domestikation stattfand, ist seit langem umstritten; wissenschaftliche Schätzungen variieren zwischen 100'000 und 15'000 Jahren vor der Gegenwart. Bereits damals gab die Vielfalt der Formen und Farben des Hundes die sich durch die natürliche und menschliche Zuchtwahl begünstigt hat.

Im Laufe der verschiedenen Kulturepochen haben sich die versiedenen Urtypen/ Formen weiter entwickt.

 

Doggenartige Hunde

Bezeichnet man die Rassen mit kräftigem Gliederbau, breitstirnigem Kopf, stumpfschnauzige, kurz behaart. Diese Eigenschaften sind heute in Rassen wie Tibetdogge, Mastiff, Boxer, Bordeauxdogge, der Deutschen Dogge, Neufundländer oder Bernhardiner auch Leonberger. Doggenartig muss nicht gleichbedeuten ein großer Hund. Rassen wie englische Mops oder französische Bulldogge weisen die gleiche doggenartige Eigenschaften auf.

Die älteste Doggen Abbildungen

Kommen aus Assyr eine Reliefplatte aus einem im 12. Jahrhundert v. Chr. erbauten babylonischen Tempel, welcher 380 v. Chr. durch Nebukadnezar erneuert wurde. Die dort abbildete Doggen sind dem heutigen Tibetdogge ähnlich. So scheite der Ursprung der Dogge aus dem Tibet zu sein. Es ist auch anzunehmen dass die Hunde am Fuße des Himalaja nach Indien kamen.

Der Verbreitungsfakt wird durch Alexander der Grösse bestätigt der von seinem Zug nach Indien hat doggenartige Hunde als Geschenk mitgebracht, die dann auf griechischem Boden die berühmt gewordene Zucht der Molosser begründeten.

Später wurden diese Hunde von Griechenland aus in den römischen Kulturkreis abgegeben wo bereits kynologische Rassenzucht betrieben wurde und neben den schweren Kampfhunden leichtere, doggenartige Formen zur Jagd gezüchtet waren. Auch Import von verschiedensten britannischen Hunde war stark verbreitet, die in römischen Arenen als Kampfhunde gegen die Molosser Nordgriechenlands eingesetzt wurden. Römische Hundegladiatoren wurden später in ganz Europa so berühmt gewordenen, dass die Nachkommen mit nach England und Irland von den Kelten eingeführt waren.

Ab diesen Zeitpunkt ( datiert auf ca. 16. Jahrhundert ) kann man die Geschichte der Deutschen Doggen Lückenlos und klar verfolgen. Damals wurden von England her starke, hochläufige Doggen eingeführt, die aus Kreuzungen des breiten Mastiffs mit dem großen irischen Wolfshund stammten. Auch der Windhund wurde eingekreuzt, um der Rasse zu mehr Eleganz zu verhelfen. Obwohl man seit Anfang des 17. Jahrhunderts ihre Zucht in Deutschland selbständig betrieb, hielt sich der Name „Englischer Hund“ bis ins 19. Jahrhundert hinein.

Als Bären-, Eber- und Hirschhunde wurden sie an Fürstenhöfen gehalten, wo die schönsten und stärksten als Kammerhunde mit vergoldetem Halsband neben dem Bett des Herrn, die Leibhunde mit silbernem Halsband vor der Tür des Schlafgemachs bleiben durften. Den Zwinger, in welchem sie gehalten wurden, nannte man den englischen Stall .Die Namen „ Saupacker “ und „Hatzrüden“ stammen aus dieser Zeit.

Zu ihrem eigenen Schutz trugen die Doggen Panzer aus dickgefüttertem Stoff, die mit Fischbeinstäben an der Bauchseite verstärkt waren. Sehr eingehende Schilderung dieser großen Doggenarten gibt uns ein Buch von Johann Täntzers »der Dianen hohe und niedere Jagtgeheinmis« (1699).

Jagddogge im Panzer

 

Als die Jagdbräuche sich änderten und die Hetzjagden aufhörten, wurde die Dogge zum begehrten Liebhaberhund.

Es gibt kaum eine andere Hunderasse, deren Name so viel Verwirrung brachte. Alte und originale Namen sind Saupacker, Hatzrüden, Fanghunde , Tigerdogge , Bismarckdogge, Dänische Dogge, Grosse Dänische Yagd Hund (bis 1888-89), Ulmer Dogge, Great Dane, Grand Danois, Mjóhundr/Mjøhund/Den Danske Hund, Tanskandoggi und Gran Danés.

Mitte des 19. Jahrhunderts wird Deutschland von der von England ausgehenden Mode für Ausstellungen erfasst. Die erste deutsche Hundeausstellung findet 1863 in Hamburg statt. Auch auf den folgenden Ausstellungen t erscheinten Hunde unter verschiedenen Namen für eine Rasse. Man hat ein Vorschlag gemacht alle Farben unter einer gemeinsamen Bezeichnung »Deutsche Dogge« zusammenzufassen.

Die endgültige Entscheidung hierzu fällt allerdings erst im Jahre 1880 in Berlin, als unter dem Vorsitz von Dr. Bodenius, ein Komitee aus 7 Züchtern und Richtern, zusammen mit der Aufstellung des Rassestandards diese verschiedenen Doggen unter dem Namen Deutsche Dogge zu vereinen.

Zur Zeit des deutschen Kanzlers Fürst Otto von Bismarck (1815-1898), der niemals ohne eine Dogge aus dem Haus ging, wurde sie zum nationalen Emblem.

Otto von Bismarck und seine Dogge

Ab 1888 übernahm der „Deutsche Doggen Club 1888 e.V.“ die Verantwortung für die Rasse und gilt damit als der älteste Rassehundeverein in Deutschland.

 

Der Name "Great Dane" / Grand Danois

Zum ersten Male wurde von dem französischen Naturalisten Buffon (1707-1788) literarisch verwendet der sprach von kleinen und großen "Danois" und meinte damit Dalmatiner und gescheckte Doggen. Tatsächlich aber, hatten diese Doggen nichts mit Dänemark zu tun. Wieso ist diese Name so verbreitet geworden bleibt ein Rätsel.

 

Literatur:

“Enzyklopädie der Hunde” Royal canin, ISBN-10: 2747600084, Verlag: Aniwa Publishing (2001)

Online Enzyklopädie „ Wikipedia – Der Hund“

"Die Dogge", Winfried Nouc , ISBN 3-481-2621-9

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